Die Macht der Gedanken – Handlungsempfehlungen für den Erfolg

HHPL - Die Macht der Gedanken

In diesem Artikel geht es darum,die möglichen Gründe & Ursachen für das Scheitern von Projekten oder das Nicht-Erreichen von Unter- nehmens-Zielen zu ergründen. Sie stehen im Zusammenhang mit den Gedankenmustern und den damit verbundenen Emotionen von Mit- arbeitenden. Wir können mögliche Handlungs-Massnahmen ableiten, welche die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg erhöhen.

In einem meiner Kunden-Projekte bei einem Automobil-Zulieferer ging es darum, die hohe Ausschussquote eines Zulieferteils für Getriebe, die im 2stelligen %-Bereich lag, drastisch zu senken, um die Lieferfähigkeit für den Systemlieferanten, der das Getriebe montiert & an den Autobauer (OEM) liefern soll – abzusichern. Was de facto nicht gegeben war.

Die Mitarbeitenden dieses Zulieferanten für das Getriebeteil, waren trotz ausreichender Zeit und Ressourcen nicht in der Lage gewesen, im ersten Schritt, die Ausschussquote auf ein akzeptables Maß in den einstelligen %-Bereich zu senken. Der Zuleiferer war unter erheblichen Druck geraten, weil die Versorgung der beiden Premium-Autobauer gefährdet und keine Verbesserung in Sicht war.

Als neutraler Beobachter – ohne „Unternehmens-Blindheit“ – untersuchte ich die einzelnen Prozess-Schritte der Montagelinie, das Produkt selber und den EOL (End-of-line-Prüfstation). Dem EOL kam im Laufe des Projektes eine besondere Rolle zu, da er neben dem anscheinenden Qualitäts-Thema des Zulieferteils für den Systemlieferanten, ein Engpass darstellte.

Die durchgeführten Analysen und Gespräche mit den Projektmitgliedern haben gezeigt, dass es im Wesentlichen zwei Hauptursachen für den hohen Ausschuss und die mangelnde Lieferfähigkeit gegeben hat:

Der erste und entscheidende Punkt für die Misere, war die Überzeugung der meisten Team-Mitglieder, dass das Produkt nichts taugt und deswegen die Qualitätsvorgaben nicht zu erreichen sind.
Der zweite Punkt lag an der nicht reproduzierbaren Prüffähigkeit des EOL-Prüfplatzes, der hier aber nicht weiter thematisiert wird.

Diese menschliche Erfahrung bei dem Automobil-Zulieferer hat mir folgende Erkenntnisse über die Funktion unseres Gehirns und die Macht der Gedanken gekoppelt mit unseren Emotionen gezeigt:

1. Alle unsere Handlungen haben ihre Ursache in unserem Denken – sowohl positiv wie negativ.

2. Ob wir positiv oder negativ denken, wir kreieren permanent für die Zielerreichung oder wie das obere Beispiel im Falle von negativen Gedanken zeigt, gegen die Zielerreichung oder gegen das Unternehmen – was im Grunde genommen Widerstand bedeutet oder was wir als solchen wahrnehmen können.

Der Satz: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ hat in der Führung eine grosse Bedeutung. Das Bild erzählt uns mehr als ein Wort oder Satz – nämlich eine ganze Geschichte, weckt Emotionen und hilft bei der Manifestation.

In allem was wir tun – zuerst ist der Gedanke.

Durch die Verknüpfung des Gedankens (Ziel) mit positiven oder negativen Emotionen, aktivieren wir selber die Kräfte und mobilisieren die Energie für die Umsetzung, für oder gegen das Ziel – was für alle Projektteilnehmer/Mitarbeitenden gilt. Alle unsere Energie folgt dem Gedanken (-bild), welches wir selbst erzeugt haben oder durch unser Beispiel vorgeben.

D.h. wenn ein Teammitglied die Überzeugung hat „das Produkt taugt nichts“ oder Angst hat, das Ziel nicht erreichen zu können, quali ziert dieser Mitarbeitende mit seiner Emotion das Unternehmensziel negativ. Und die Folgen ist, dass das Gehirn und das Unterbewusstsein alle Anstrengungen unternehmen, dieses negative Bild zu erfüllen. Das Ziel wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreicht werden. Darüber müssen wir uns im Klaren sein.

Daher ist es in einem Projekt oder Unternehmen sehr wichtig, dass wir unsere Gedanken und Emotionen genau beobachten und prüfen, ob sie dem Projektziel förderlich sind oder ob wir dagegen arbeiten.

Für uns als Unternehmensberater oder auch Führungskräfte in einem Unternehmen, sollten wir diese feinen Stimmungen wahr nehmen und überzeugend in positive Gedankenbilder transformie- ren. Das heisst konkret, durch positive Emotionen – wie z.B. Freude oder Bilder des Erfolgs – qualifizieren, um damit den Erfolg zu aktivieren. Damit steht der erfolgreichen Umsetzung nichts mehr im Wege.

Durch die Festigung der Gedanken jedes einzelnen Team-Mitgliedes im Unternehmen, ist der Erfolg eine logische Konsequenz. Die Gehirnforscher – wie z.B. auch der bekannte Neurobiologe Gerald Hüther – haben festgestellt, dass unser Gehirn über Bilder programmiert werden kann. Daher arbeiten viele erfolgreiche Unternehmen mit positiven Visionen, die sie den Mitarbeitenden zur Verfügung stellen, und damit einen Handlungsrahmen für alle Planungen, Entscheidungen und Aktivitäten im Unternehmen darstellen.

Wie das obige Projektbeispiel zeigt, haben wir die Wahl, ob wir unsere Ziele mit positiven oder negativen Gedankenmustern und Emotionen verbinden und damit letztendlich für den Erfolg oder Misserfolg quali zieren.

Diese Erkenntnisse wurden in mehreren Projekten in ähnlicher Form bestätigt und hat auch Gültigkeit für den Lebensalltag.

Mit besten Grüssen
HHPL GmbH – Industry & Logistics Consulting

Hans-Dieter Kirschstein Rotkreuz /Schweiz, 21.09.2017

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